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ABERGLAUBE

- oder was ist dran an diesen Regeln?


Dominik, 7 J.

Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens; deswegen schadet's dem Dichter nicht, abergläubisch zu sein.

Goethe, Maximen und Reflexionen



Bis ins letzte Jahrhundert waren in weiten Teilen der Bevölkerung noch der Glaube an übersinnliche Kräfte und Mächte für das zähe Festhalten an Altbewährtem und Althergebrachtem maßgeblich.

Die daraus resultierenden Sitten und Bräuche begleiteten die Menschen besonders in den wesentlichen Bereichen ihres Daseins, Schwangerschaft und Geburt, Hochzeit und Ehe, Krankheit, Tod und Begräbnis. Aber auch im Alltag und bei den Feierlichkeiten hielt das Brauchtum die Familien, die Verwandtschaft oder die Dorfgemeinschaft zusammen.

Viele dieser Bräuche und Riten konnten sich in ihrer überlieferten Form bis in unsere heutige Zeit halten.

Ich habe hier einige dieser traditionellen Regeln zusammengetragen. Und überlasse es dem Leser/der Leserin, darin einfach Aberglauben zu sehen oder manchmal auch den Sinn zu erkennen, der bei genauem Hinsehen in manchen dieser Rituale steckt.

Und ich gebe zu, dass ich mich an die eine oder andere Regel auch selbst penibel halte. Ich werde aber nicht verraten, welche das sind :-)).


Ü B E R B L I C K:



Freitag, der 13.



Freitag, der 13. gilt bei uns als Unglückstag. Es gibt Menschen, die sich an diesem Tag nicht aus dem Haus trauen und Angst vor Unglück und Unfällen haben. Dieser Aberglaube kommt zum großen Teil aus den USA und hatte dort seine Höhepunkte mit "dem schwarzen Freitag" - dem Börsencrash von 1927, der zwar eigentlich an einem Donnerstag begann, aber Freitag, dem 13. zugerechnet wird und zum anderen mit dem Unglücksflug der Apollo 13, die an einem Freitag startete und die Quersumme des Datums (4.11.70) ebenfalls eine 13 ist.

Der Freitag als solcher galt auch ohne 13 in vielen Bereichen des Volksglaubens als Unglückstag. Begründet wurde das damit, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Ein alter Spruch sagt:

"Was am Freitag wird begonnen, hat nie ein gutes End' genommen."

Es heißt, es wird ein Unglücksjahr, wenn das Jahr mit einem Freitag beginnt oder ein Unglücksmonat, wenn dieser mit einem Freitag anfängt.

Die Zahl 13 als Unglückszahl hat ihren Ursprung ebenfalls im christlichen Glauben - 13 Jünger saßen an der Abendmahltafel und der 13. war der Verräter Judas. Bei Dornröschen war es die 13. Fee, die die Prinzessin verzauberte. Die 13 überschreitet das geschlossene 12er-System - 12 Monate, 12 Stunden, 12 Jünger.

Als besonderer Unglückstag wird es angesehen, wenn Freitag, der 13 vom Datum her auch noch in der Quersumme eine 13 bildet. Das war zuletzt Freitag der, 13.10.2006 und davor Freitag der, 13.01.1520.

Nach der Statistik passieren am Freitag, dem 13. nicht mehr Unfälle oder Unglücksfälle als an anderen Tagen im Jahr, trotzdem hält sich die Geschichte vom Unglückstag in unserer Gesellschaft sehr hartnäckig und jedesmal wird daraus ein kleines Medienspektakel gemacht.

Zum Glück hat jedes Jahr zwar mindestens einen, aber maximal drei Freitage, die auf einen 13. fallen.
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Allerlei über Katzen



Um die Katze rankt sich so allerlei Aberglaube. Besonders die schwarze Katze wird als Überbringer von Unglück gesehen. Die bunten Katzen gelten dagegen als Glücksbringer. Auch als Wetterprophetin und Orakel wird die Katze aber gesehen.

Das negative Bild der schwarzen Katze resultiert aus dem Mittelalter, wo man sie für Hilfsgeister der Hexen hielt. Und zur Zeit der Hexenverfolgungen wurden auch schwarze Katzen gejagt, mit dem Ziel das Teufelsgetier auszurotten.

Wenn eine schwarze Katze einem über den Weg läuft, so bringt das Unglück. Um das zu verhindern, muss man drei Steine über die Katzenspur werfen oder auf einen Stein spucken.

Eine schwarze Katze bringt dem Haus Glück, eine dreifarbige Katze schützt vor Feuer.

Leckt sich die Katze gegen den Haarstrich, so folgt Regen. Frisst die Katze Gras, regnet es auch bald. Kratzt die Katze am Tischbein oder an einem Brett, dann wird es windig. Geht sie längere Zeit nicht aus dem Haus, so wird es kalt.

Auch als Orakel kannst du deinen Stubentiger nutzen: Willst du eine Frage beantwortet haben, so lege fest, welche Pfote für ja und nein steht. Je nachdem, mit welcher Pfote die Katze durch die Tür kommt, heißt die Antwort auf deine Frage ja oder nein.
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Brautzeit und Hochzeit



Will ein Mädchen wissen, aus welcher Richtung ihr Bräutigam kommen wird, so zünde sie einen Besen an. Von dort, wohin der Rauch zieht, kommt er.

Eine etwas weniger feuergefährliche Form wäre diese hier: In der Weihnachtsnacht werfe ein heiratslustiges Mädchen einen Schuh über ihren Kopf. Wohin die Schuhspitze zeigt, zeigt woher er kommen wird.

Nach alter Tradition bringt es Unglück, wenn sich Braut und Bräutigam am Morgen vor der Hochzeit sehen.

Die Braut soll das Brautkleid nicht vor der Hochzeit anziehen, sonst löst der Bräutigam die Verlobung.

Die Braut soll Handschuhe und Kranz vor der Trauung in den Hut des Bräutigams legen, dann bekommt sie das Regiment im Hause.

Wenn es der Braut in den Kranz regnet, so wird sie viel Grund zum Weinen haben.

Die Braut tut Pimpernelle, Salz und Dill in ihren Schuh, hält während der Trauung den Fuß über den des Mannes und spricht leise vor sich hin: "Ich trete auf Pimpernelle, Salz und Dill; wenn ich rede, bist du still." Dann bekommt sie das Sagen in der Ehe.

Erlischt eine Kerze während der Trauung, stirbt einer der Brautleute früh, erlöschen an beiden Seite des Altars die Kerzen, sterben beide früh. Brennen die Kerzen nicht hell oder flackern stark, erleidet die neue Familie viel Leid in der Ehe.

Die Frau soll nach der Hochzeit vor dem Mann ins Haus treten und dreimal sprechen: "Ich bin der Wolf und du das Schaf." Auch so bekommt sie die Herrschaft über den Mann.

Dreht sich der Bräutigam oder die Braut nach der Trauung im Hochzeitszug um, so suchen sie sich einen anderen Mann oder eine andere Frau.

Will eine Frau die Oberherrschaft in der Ehe, so sorge sie dafür, dass sie ihren Fuß zuerst über die Schwelle setzt. Aber sie soll auch nicht zu weit vorlaufen, sonst muss sie später im Hause alles alleine machen.

Wenn sich ein starker Wind erhebt und der Schleier der Braut auffliegt, werden sich die Eheleute nicht gut vertragen.

Wirft die Braut nach der Trauung ihren Brautstrauß in die Schar der Hochzeitsgäste, so wird jenes Mädchen als nächste heiraten, die ihn auffängt.

Kommen ein Hochzeitszug (Brautauto) und ein Leichenzug (Leichenwagen) zusammen, so stirbt bald einer der Ehepartner.

Bekommt das Brautpaar ein Messer geschenkt, so bringt das Unglück. Es heißt, dass die Liebe der beiden zerschnitten wird. Das Brautpaar kann aber gegen dieses drohende Unheil angehen, indem es dem Überbringer des Messers eine Münze schenkt. (Man denke nur an die vielen Besteckkästen die zu Hochzeiten gerne verschenkt werden!!! :-)
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Über Geld



Wenn man eine Geldbörse verschenkt, so muss man einen Glückspfennig hineingeben, sonst bringt das Geschenk Unglück. Außerdem heißt es, das Geld würde sich sonst nicht vermehren.

Juckt deine linke Hand, so wirst du heute unerwartet Geld bekommen.

Fällte eine Münze auf den Boden, heißt es: "Liegt Geld auf dem Boden, geht es zur Tür hinaus."
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Glück und Unglück



Es bringt Unglück, wenn man ein Messer findet. Also unbedingt liegen lassen!!

Einem Schornsteinfeger zu begegnen, bedeutet Glück.

Siehst Du auf der linken Seite deines Weges eine Schafherde, so heißt es: "Schafe zur Linken, das Glück wird dir winken."

Wenn man am Abend den Kehricht aus dem Haus trägt, so trägt man das Glück aus dem Haus.

Ein Hufeisen über die Außentür der Wohnung genagelt bringt Glück und hält böse Einflüsse fern. Hängt man es aber mit der Öffnung nach unten, fällt das Glück heraus.

Wenn man einen Spiegel bricht, hat man sieben Jahre kein Glück.

Beim Einzug in eine neue Wohnung sollte man Brot und Salz als erstes hineintragen, damit Glück und Segen in der neuen Wohnung herrschen. Außerdem wird man an diesen Dingen später keinen Mangel haben.
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Über Blumen



Margeriten - Jeder kennt das Spiel ... er liebt mich, er liebt mich nicht. Darüber hinaus soll ein Margaritenstrauß Freude und Harmonie ins Haus bringen.

Tulpen - Tulpen sollen gebrochene Herzen heilen können. Nach einem Streit sollen Tulpen die Versöhnung herbeiführen.

Rosen - Sie gelten als Blumen der Liebe. Ein roter Rosenstrauß ist eine Liebeserklärung. Sind die Rosen aber gelb, heißt das, ich liebe eine/n andere/n, sind sie weiß heißt das, ich liebe dich nicht.

Gänseblümchen - Steckt sich ein Mädchen Gänseblümchen ins Haar, so heißt das, sie will nicht heiraten.
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Über die Treue



Um die Treue eines Mannes testen zu können, gibt es einen unter Umständen teuren Weg, dies herauszufinden. Schenke deinem Liebsten einen Saphir. Ist er untreu, wird der Stein erblinden und seinen Glanz verlieren. Wird er den Stein verlieren, so wird er dich verlassen.

Ewas preiswerter ist folgender Weg: Pflücke ein frisches Blatt Basilikum und halte es über eine Kerze. Wenn es gar nicht oder langsam verbrennt, ist die Liebe stark. Verbrennt es aber zischend und krachend, ist es mit der Treue nicht so weit her.
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Schwangerschaft und Geburt



Die Wiege eines Kindes darf vor der Geburt nicht geschaukelt werden, sonst weint das Kind später viel.

Eine Schwangere soll essen, was ihr schmeckt, damit das Kind später nicht wählerisch beim Essen wird.

Legt ein Huhn ein Ei ohne Dotter, so muss man das Ei über das Nachbarhaus werfen, sonst bekommt ein altes Weib ein Kind.

Man behüte eine schwangere Frau vor Ärger oder Schrecken und verschone ihr Haus vor Belästigungen. Schwangere Frauen dürfen sich nicht vor einem hässlichen Menschen oder vor einem Tier erschrecken, wenn sie sich nicht "versehen" wollen, das heißt, wenn nicht das zu erwartende Kind ein hässliches Aussehen bekommen soll.

Dem neugeborenen Kinde bindet man auf die rechte Hand ein rotes Band, damit es nicht "beschrien" wird.

Kleine Kinder soll man nicht messen, nicht durch ein Fenster heben und nicht über sie hinweg springen oder über sie steigen, sonst wachsen sie nicht mehr.

Eine Schwangere soll nicht unter einer Wäscheleine hindurch gehen, sonst wickelt sich die Nabelschnur um das Kind.

Eine Frau, die ein Kind erwartet, darf bei einem Brand in der Aufregung nicht mit der Hand über ihr Gesicht fahren, sonst bekommt das Kind im Gesicht ein Feuermal.

Wenn man eine Wöchnerin besucht, besprenge man sie mit Weihwasser und mache das Kreuzzeichen, damit das Kind und die Mutter gesund bleiben und ihnen kein Unglück zustößt

Eine Ketten aus Fuchs- oder Wolfszähnen dem Kind um den Hals gehängt, wird ihm das Zahnen erleichtern.

Kindern unter einem Jahr soll man die Fingernägel nicht schneiden, sondern abbeißen, schneidet man sie, wird das Kind ein Dieb.
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Über Tod und Beerdigungen



In einen Sarg soll nichts mit einem Namenszug gelegt werden, sonst stirbt die Familie, dessen Namenszug drauf steht daraufhin aus. Mir fiel eben gerade Hugo Boss, Giorgo Armani etc. ein. Leben da noch welche? :-)

Wenn an Allerheiligen noch eine Rose im Garten blüht, so stirbt jemand aus der Familie.

Fällt jemandem ein Gegenstand in das Grab, so heißt es, dass er auch bald sterben wird.

Wenn sich das Käuzchen auf ein Haus setzt und schreit, wird bald jemand sterben im Haus.

Verliert eine Familie ein Kind, so soll sie dem nächsten nicht den selben Namen geben, sonst wird auch dieses Kind sterben.

Nach einem Todesfall sollen in dem Haus keine Türen zugeschlagen werden, da das den armen Seelen weh tut.

Beim Leichenschmaus läßt man einen Platz für den Verstorbenen frei und deckt auch für ihn.

Bei einer Feier sollte man auf die Gästezahl achten, sind 13 Gäste auf einer Feier, stirbt einer davon bald.
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Bestimmte Tage im Jahr



Walpurgisnacht - 30. April

Natürlich gab es auch abergläubische Bräuche, mit denen sich die Menschen gerade in der Walpurgisnacht gegen die Hexen schützen wollten:

Wenn in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken (also mit Kirchenglocken) geläutet wird, dann können die Hexen, die an den Kreuzungen ihre Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten einem nichts anhaben.

Um sein Vieh und seine Häuser zu schützen wurde in dieser Nacht geweihtes Salz auf die Türschwellen der Ställe und Häuser gestreut.

Die Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. Mancherorts war es üblich, dass junge Männer peitschenknallend durch die Straßen zogen.

Wer in der Walpurgisnacht einen Gundelrebenkranz trug (Gundermann oder Gundelrebe ist ein Kraut das überall wächst), erkannte angeblich alle Hexen!

Eine Bauernregel besagt: Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen!

Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde. Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen.

Die Eisheiligen - 11. bis 13. Mai

Sie heißen Pankratius, Servatius und Bonifatius. Gerne wird noch der 14. Mai mit der "kalten Sophie" angehängt.
Erst nach den Eisheiligen darf im Garten gepflanzt werden.

Am 1. Mai darf man nicht backen, weil sonst der Regen ausbleibt.


24. Juni - Johannisnacht

Auch der Johannistag ist ein Fest, dass von der Kirche im Zuge der Christianisierung einem alten heidnischen Fest aufgesetzt wurde. Aus der Sommersonnenwende (21.Juni) wurde der Johannistag (24. Juni), der Johannes dem Täufer gewidmet ist. Die Bräuche und Sitten sind aber ziemlich identisch geblieben. Es werden Kräuter gesammelt und Feuer entzündet und man begrüüßt den beginnenden Sommer.

Der Johannistag ist einer der magischen Tage im Hexenjahr. So soll das Johanniskraut, dass in dieser Nacht geschnitten wird wertvoller und wirkungsvoller sein als sonst. Das gilt aber auch für alle anderen Kräuter, die an diesem Tag gesammelt werden. Es ist auch wirklich so, dass um Johanni herum das Johanniskraut in der besten Blüte steht. Ich selbst pflücke an diesem Tag immer das erste Johanniskraut, das ich zum Ansetzen für mein Johanniskrautöl verwende.

Es knüpfen sich viele Riten und Bräuche an diesen Tag, die mit dem Wechsel der Jahreshälften zusammenhängen. Es heißt, wenn man an diesem Tag etwas Neues beginnt, so wird das gelingen. Die Träume in dieser Nacht sollen in Erfüllung gehen. Wenn ein Mann und eine Frau gemeinsam über das Johannisfeuer springen, so ist ihre Hochzeit nicht mehr fern. An Johannis gemähtes Gras soll das Vieh das ganze Jahr vor Krankheiten schützen. Auch glaubte man, dass in dieser Nacht allerlei Geister ihr Unwesen trieben.

Auch war es die Nacht für Liebesorakel: In der Johannisnacht wurde das Kraut von jungen Mädchen gerne in ein Leinensäckchen gefüllt, dann sprachen sie den Satz: Ist mein Schatz gut, kommt rotes Blut. Ist er mir gram, gibt's nur Scham (Schaum). Wobei dieses Orakel dann immer gut ausgegangen sein muss, denn daran kann man es immer erkennen: Zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, färben diese sich rot. Allenfalls wenn man das Johanniskraut mit einem anderen Kraut verwechselt, kann ein anderes Ergebins dabei herauskommen.


Siebenschläfer - 27. Juni

Wie an diesem Tag das Wetter ist, so wird es die nächsten sieben Wochen bleiben.

Hundstage - 23. Juli bis 24. August

Dise Tage sind nacht Sirius, dem Hundsstern benannt, der in dieser Zeit am Himmel steht.

Hundstage voller Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein.
Wenn die Hundstage Regen bereiten, kommen bald magere Zeiten.

Andreas-Tag

Der Andreastag ist der kirchliche Beginn der Adventszeit. Junge Mädchen können in dieser Nacht erfahren, wer ihr Zukünftiger sein wird. Um ihn im Traum zu sehen, legen sie einen angebissenen Apfel unters Kopfkissen. Dann müssen sie mit dem linken Fuß zuerst rückwärts ins Bett steigen und dabei den Spruch sagen: 'Heiliger Andreas, ich bitt' dich, Bettstatt, ich tritt' dich, lass mir erscheinen den Herzallerliebsten mein!'

Oder sie konnten auch am Hühnerstall horchen. Hörten sie zuerst den Hahn schreien, bedeutete das eine baldige Hochzeit. Gackerte ein Huhn, sollte sie lange ledig bleiben.

Barbara-Tag - 4. Dezember

Der 4. Dezember ist der Hl. Barbara gewidmet. An diesem Tag werden Kirschbaumzweige geschnitten und in eine Vase gestellt, die dann genau an Weihnachten blühen. Junge Mädchen, die nicht wissen, für welchen Bewerber sie sich entscheiden sollen, stellen am Barbara-Tag zwei Zweige ins Wasser und beschriften diese mit den Namen. Der Zweig, der zu erst blüht, sagt ihr den Namen des Richtigen.

Die Rauhnächte - 25.Dezember bis 6. Januar

Jene Zeit also, die auch als "Zwischen den Jahren" bezeichnet wird. In diesen Tagen darf keine Wäsche gewaschen werden, wenn man Unglück, Leid und Tod vom Haus abhalten will.
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Weihnachts- und Neujahrsbräuche



Oftmals werden Mistelzweige in der Weihnachtszeit über Türen aufgehängt. Trifft ein Junggeselle seine Angebetete unter diesem Mistelzweig, so darf er sie - ohne zu fragen - küssen.

und Glück einkehren,andernorts werden auch von 9 verschiedenen Speisen berichtet.

An Silvester soll Erbsenbrei gegessen werden, so wird Reichtum und Wohlstand im nächsten Jahr einkehren ins Haus.

An Neujahr soll Schweinefleisch gegessen werden. Das Schwein bringt Glück. Isst man Geflügel, so fliegt das Glück davon.
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Osterbräuche



Gründonnerstag

Der Gründonnerstag war der Tag, an dem frische Kräuter auf den Tisch kamen. Ich selbst pflege diese Tradition, indem es da bei mir immer die erste Grüne Soße gibt. Traditionell wurden an diesem Tag auch gerne Kräuterpfannkuchen gebacken oder eine Suppe aus verschiedenen Kräutern gemacht.

Wer neunerlei Kräuter isst, wird kein Fieber bekommen. Und wer will, dass ihm das Geld nicht ausgeht, der sollte Honig, Hirse und Linsen essen. Ein Apfel mit Stumpf und Stiel gegessen, garantiert Gesundheit für das ganze Jahr.

Die am Gründonnerstag gesäten Kräuter und Pflanzen gelten als widerstandfähig und sollen auch vor Frösten geschützt sein. Die Heilkräuter, die an diesem Tag gesetzt oder gesät werden sollen eine besonders starke Heilkraft haben

Der Name Gründonnerstag leitet sich aber trotzdem nicht von dem Wort "grün" ab, sondern von dem Wort "greinen" (weinen) ab. Er hieß früher Greindonnerstag. An diesem Tag durften Sünder, die seit dem Aschermittwoch Buße taten, erstmals wieder am Gottesdienst teilnehmen, wo ihnen ihre Schuld vergeben wurde.

Den an Gründonnerstag gelegten Eiern wird nachgesagt, dass sie länger halten und nicht faulen würden. Außerdem schützen sie Haus und Hof vor Blitzschlag. Brot sollte man allerdings an diesem Tag nicht backen, sonst bliebe der Regen aus. Und auch keine Wäsche aufhängen, denn das führe zu Todesfällen in der Familie.

Karfreitag

Über den Karfreitag gibt es sehr widersprüchliche Ansichten. Einmal gilt der Karfreitag als Tag der Kreuzigung Jesu und wird somit als Unglückstag angesehen. Vorsicht bei allen Geschäften und Erledigungen sei deshalb angesagt. Andererseits ist er ein Tag des Frühlingsanfangs und mit Vorbereitungen in Haus und Hof verbunden.

Eine Frau, die an Karfreitag etwas Mehl, vermischt mit abgeriebenem Brot, isst, soll das ganze Jahr nicht schwanger werden.

Wer an Karfreitag stirbt, wird selig.

Alles was an diesem Tag gesät wird, gedeiht prächtig.

Man sollte Fingernägel und Haare an diesem Tag schneiden.

Die Reinigung des Hauses an diesem Tag gilt als besonders wirkungsvoll.

Karsamstag

Karsamstag endet die Fastenzeit. Es sollten Erbsen gesät werden und schwere Gegenstände gehoben werden, weil man davon an diesem Tag besondere Kraft bekäme. Das Hufeisen sollte an diesem Tag an die Tür genagelt werden. (Natürlich mit der Öffnung nach oben, denn sonst fällt das Glück heraus!)

Ostersonntag

Ostern ist auch im übertragenen Sinn das Fest der Auferstehung. Das Fest der erwachenden Natur, die im Winter scheinbar gestorbenen Natur.

Man glaubte, dass an Ostern die Sonne beim Aufgehen einen Freudentanz mache. In manchen Gegenden gingen die Menschen auf einen Berg oder ans Meer, um die aufgehende Sonne vor Freude springen zu sehen. Wer dieses Ereignis nicht sehen konnte, galt als verhext.

An Ostern sollte jeder ein Ei essen. Aus diesem Grunde werden diese auch verschenkt. Und wie vieles Heilbringende müssen Ostereier gesucht werden. Da in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften, sammelten diese sich in großen Eierbergen an. Eier, die man nicht selbst verwerten konnte, wurden erst gekocht und dann verschenkt.

Junge Mädchen schenkten ihrem Liebsten ein oder mehrere Eier. Dabei kam es ganz besonders auf die Farbe und auf die Anzahl an.

Mit einem grünen Ei signalisierte sie ihre Hoffnung, mit einem gelben drückte sie ihre Eifersucht aus, mit einem blauen Ei wollte sie seine Treue beschwören und mit einem roten Ei bekräftigte sie ihre Liebe. Schenkte sie ihrem Freund sechs Eier, so bedeutete das, dass sie ihn heiraten möchte.


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Über Reisen



Wenn ein Pferd auf dem Antritt zu einer Reise ohne näheren Grund laut wiehert, soll man lieber umkehren, es bedeutet nichts Gutes. Ich würde das glatt auf die heutige Zeit ummünzen und behaupten, wenn der Motor merkwürdige Geräusche von sich gibt, sollte man die Reise gar nicht erst antreten :-)

Wenn Du auf dem Weg bist, um jemanden zu besuchen und ein Vogel fliegt über Deinen Weg, vergiß den Besuch, der "Jemand" ist nicht zu Hause. :-)

Es bringt Unglück, wenn man von einer Reise umkehrt, um noch etwas Vergessenes zu holen.
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So dies und das



Es wird jemand aus deiner Familie oder aus dem Freundeskreis sterben, wenn Dein Hund auf den Hinterbeinen sitzt und heult. (Er spürt das Herannahen von Hekate, sagt man).

Wenn die Hunde des Nachts arg heulen, so brennt es bald irgendwo in der Nähe, besonders gern in dem Haus, vor dem sie am längsten heulen.

Wenn du dir den Ellbogen stößt, bekommst du Besuch und wenn es ganz doll weh tut, kommt der Besuch von weiter weg.

In der Nacht soll man im Hofe keine Wäsche hängen lassen, sonst fährt die Hexe durch.

Wenn einer Warzen hat, so achte er während der Heiligen Wandlung in der Sonntagsmesse darauf, ob jemand unachtsam ist und spricht. Ist dies der Fall, so streiche er über die Warze und spreche: "Was ich sehe ist Sünd', was ich berühre, vergehe geschwind!" Danach wird er seine Warzen los werden und der unandächtige Schwätzer wird sie bekommen.

Bekommt man einen Ableger oder Pflanzensamen geschenkt, so soll man sich dafür nicht bedanken, sonst geht der Ableger oder Samen nicht an. Noch besser sollen geklaute Ableger und Samen angehen :-)

Hier noch was ganz Spezielles :-) Den zukünftigen Beruf eines Kindes erfährt man, wenn man an seinem ersten Geburtstag verschiedene Gegenstände vor das Kind legt. Den Gegenstand, den es zuerst greift, wird seinen Beruf verkünden. Zum Beispiel also: Man lege ein Gebetbuch, ein Geldstück und ein Schnapsglas auf den Tisch ... (man sollte sich die Auswahl schon sehr gründlich überlegen :-)) ... greift das Kind zum Gebetbuch, wird es eine Pfarrer, greift es zur Münze, wird es wohlhabend, greift es zum Schnapsglas wird es ein Säufer :-))
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